Zwickau – Zeitsprung in die Partnerschaft

Schwanenteich
Wildenfels
Hauptmarkt Zwickau
Deutsches Landwirtschaftsmuseum

Urlaub im Zeitsprungland 

Im Zeitsprungland treffen Vergangenheit und Zukunft aufeinander. Hier ergänzen sich industrielles und kulturelles Erbe und widersprechen sich nicht. In der landschaftlich reizvollen Urlaubsregion im Raum Zwickau, sind Mythen, Legenden und Erfolgsgeschichten zuhause. „Das Zeitsprungland ist Reiseziel für alle, die in ihrem Urlaub auf der Suche nach frischen Sinneseindrücken sind und auf jede Menge Aha-Erlebnisse setzen“, wirbt die Region für sich. Und der Europäische Partnerschaftsverein Darmstadt-Dieburg schließt sich dem gern an. www.zeitsprungland.de

Zwei Landkreise im Kragen 

Der entscheidende Zeitsprung für die Partnerschaft der Kreise Darmstadt-Dieburg und Zwickau war die Wiedervereinigung (1989). Ausschlaggebend war eine Initiative des Landes Hessen nach der Grenzöffnung. Der Landkreis Zwickau wurde ausgewählt, weil er wie Darmstadt-Dieburg einen Kragen um eine kreisfreie Stadt bildete. Umgesetzt wurde die Verschwisterung unter dem damaligen Landrat Dr. Joachim Klein. Lebhafte Begegnungen gab und gibt es auf nahezu allen Ebenen. 

Von der Kunst geprägt 

Der kulturelle Austausch prägt die Partnerschaft. Jährlich wechselnde Kunstausstellungen werden seit Jahren gepflegt und sind zu einer schönen Tradition geworden. Der erste Künstler, der in Zwickau für den LaDaDi ausgestellt hat, war Lichtenbergpreisträger Martin Konietschke aus Dieburg. 

2018 führte eine einwöchige Freiluft-Veranstaltung (Pleinair) im Schloss Waldenburg alle Partnerkreise zusammen (www.landkreis-zwickau.de/kalender-2019) Die für 2020 in Darmstadt-Dieburg geplante Pleinair-Woche wurde wegen der Pandemie abgesagt, einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Der frühere Landrat auf Tour 

2019 traf sich der frühere Zwickauer Landrat Christian Otto (auf Initiative des EVP) zum Zeitzeugengespräch mit Schülern des Max-Planck-Gymnasium Groß-Umstadt und dem Schuldorf Bergstraße. Für Spätherbst 2021 ist eine ähnliche Veranstaltung an der Lichtenbergschule in Ober-Ramstadt geplant.

Von Horch bis Musik 

Zwickau gilt als Wiege der sächsischen Automobilindustrie. Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Gründung der Werke von August Horch (1904) und Audi (1909/1910).  Während der Nationalsozialismus wurde daraus die Auto Union, in der DDR die Sachsenring-Werke. Nach der Wiedervereinigung gründete die Volkswagen AG im Zwickauer Stadtteil Mosel eines der größten Unternehmen der neuen Bundesländer, die Volkswagen Sachsen GmbH. 1810 wurde in Zwickau der Komponist unvergessener Klavierkonzerte, der Romantiker Robert Schumann,  geboren. Das Robert-Schumann-Konservatorium und das Theater Plauen-Zwickau sind überregional bedeutende Kultur- und Bildungseinrichtungen. 

Zwigge in Sachsens Westen

Der Landkreis Zwickau liegt im Westen Sachsens. Durch eine Gebietsreform wurde 2008 aus den zwei Landkreisen Zwickauer und Chemnitzer Land sowie der kreisfreien Stadt Zwickau der neue Landkreis Zwickau mit fast 350.000 Einwohnern in 33 Städten und Gemeinde. Zwickau (sächsisch Zwigge) ist mit rund 90.000 Einwohnern viertgrößte Stadt Sachsens im Tal der Zwickauer Mulde. 

Drei Fragen an den Landrat

Dr. Christoph Scheurer (*1956), seit 2008 Landrat im Landkreis Zwickau. Der Verwaltungschef gehört seit 1981 der CDU an. Von 1977 bis 1982 studierte er an der TU Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) Mathematik. Weil er sich christlich engagierte, durfte er nach dem Examen nicht an der Hochschule arbeiten. 1987 promovierte Scheurer in Berlin an der Akademie der Wissenschaften zum Dr. rer. nat. und war anschließend in Chemnitz am Institut für Mechanik tätig. Nach der Wende schlug der Mathematiker eine politische Laufbahn ein, wurde zunächst Landrat im Landkreis Glauchau, 1994 im Chemnitzer Land. Im Interview legt der Christdemokrat ein Bekenntnis zu Europa ab.

Herr Dr. Scheurer, wie wichtig ist Ihnen Europa?

Dr. Christoph Scheurer: Sehr wichtig. Ohne Europa gäbe es für unseren Kontinent weniger Sicherheit. Wir sehen, dass gemeinsam viele Probleme besser zu lösen sind und weniger Ressourcen eingesetzt werden müssen. Außerdem trägt die Europäische Union zu mehr Verständnis und Toleranz unter den Mitgliedsstaaten bei.  Das alles ginge freilich auch mit etwas weniger Bürokratie.

Was verbindet die Partnerkreise Zwickau und Darmstadt-Dieburg?

Bis zur Pandemie gab es viele und regelmäßig Kontakte zwischen Politik und Verwaltung beider Kreise. Vom regen Austausch haben beide Seiten viel gelernt und profitiert. Dabei haben wir erkannt, dass unsere Probleme immer ähnlicher wurden. In schöner Regelmäßigkeit haben Künstler aus beiden Kreisen Workshops und Ausstellungen organisiert. In der Jugend- und Sozialpolitik wurden Projekte angestoßen, Erfahrungen ausgetauscht und aus Fehlern gelernt.

Wie können wir die Freundschaft stärken?

Nach Corona sollte es wieder mehr Begegnungen geben. Das bleibt der effektivste Weg, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Ein Fokus für die nächsten Jahre sollte die Verkehrsentwicklung sein. Hier sehe ich – auch in Richtung Klimaschutz – erhebliche Notwendigkeiten. Und es wird darum gehen, Menschen zusammenzubringen und voneinander zu lernen. Ich sehe in naher Zukunft Potentiale vor allem bei den Museen und im Tourismus. 

Für den Hunger: Das Bürgersteak (Kulinarisches aus Zwickau)

Das Zwickauer Bürgersteak. Die Westsachsenspezialität wurde auf Anregung des ehemaligen Zwickauer Oberbürgermeisters Rainer Eichhorn und Küchenmeister Helmut Berge kreiert. Eichhorn, Träger der Ehrenkochmütze des Vereins Kochender Männer hat sich das Gericht zusammen mit Mitgliedern des Vereins einfallen lassen. Es wird in mehreren Gaststätten serviert und beim historischen Markttreiben von Hobbyköchen des Vereins zubereitet. Das Zwickauer Bürgersteak affiniert gefüllt und in einer Eihülle gebraten. Dazu gibt es Zwiebelröstkartoffeln, Rapunzel-(Feld-) Salat mit Sellerie und Möhrenstreifen in Joghurtdressing.

Rezept (für 4 Personen)

Zwickauer Bürgersteak

  • 600 g Schälbraten (Schweinerücken)
  • 50 g saure Sahne
  • 40 g Senf mittelscharf
  • 60 g Gewürzgurken
  • 60 g Saft- und Kochschinken
  • 60 g Zwiebeln
  • 2 Eier
  • 30 g Mehl
  • 20 g Pflanzenfett
  • 80 g Speiseöl
  • Knoblauchpulver
  • Steakpfeffer
  • Salz Zwiebelröstkartoffeln
  • 800 g gekochte Kartoffeln
  • 50 g Zwiebeln
  • 30 g Speiseöl
  • Salz

Zwiebelröstkartfoffeln

  • 800 g gekochte Kartoffeln
  • 50 g Zwiebeln
  • 30 g Speiseöl
  • Salz

Salatbeilage

  • 200 g Rapunzelsalat (Feldsalat)
  • 80 g Selleriestreifen (frisch oder Konserve)
  • 80 g Möhrenstreifen 
  • 100 g Magerjoghurt
  • 20 g Zitronensaft
  • 10 g Speiseöl
  • 20 g Zwiebeln
  • Frische Kräuter (Petersilie, Dill, Schnittlauch)
  • Eine Prise Salz und Zucker

Zubereitungshinweise

  • Aus dem Schälbraten 150 g schwere Steaks portionieren und diese taschenförmig aufschneiden (zur Aufnahme der Füllung) und gut klopfen
  • Mit einer Mischung von mittelscharfem Senf und saurer Sahne im Verhältnis 1/1 die Innenseiten gut bestreichen
  • Steak wieder zusammenklappen und 24 Stunden in einem geschlossenen Gefäß im Kühlschrank marinieren lassen
  • Schinken- und Zwiebelwürfel in Fett anschwitzen und auskühlen lassen
  • Mit fein geschnittenen Gurkenwürfen, grob gemahlenem Pfeffer und Knoblauchpulver vermischen (Füllung der Steaks)
  • Diese Füllung auf die marinierten Steaks streichen, zusammenklappen, melieren und in einer leicht gesalzenen Eihülle in Öl bei mittlerer Hitze goldgelb braten

Besonders zu beachten

  • Mit Knoblauchpulver und Pfeffer sparsam umgehen ( Knoblauchgeschmack soll nicht dominieren)
  • Als Beilage empfehlen wir Zwiebelröstkartoffeln oder Kräuterpüree und einen Frischkostsalat aus der Region, je nach Saisonangebot

 

 

 

 

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